Unsere Traumhochzeit - schönste Momente
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Clara Leben Clara werden

Traumhochzeit

By on 9. September 2016

Ich sagte so beiläufig im Gespräch:
Es war eine …, meine…, unsere Traumhochzeit…

Das war bei der Mediennacht der Lausitzer Rundschau und daraufhin sagte der Bürgermeister von Vetschau zu mir: Mensch, schreib doch einen Artikel über deine Traumhochzeit. Für die Zeitung.
Das war der erste Impuls alles aufzuschreiben.

Der Impuls einen Blog zu beginnen kam etwas später. Aber hier begann die Arbeit mit „Urlaubsreich aktiv“ für die ich den Artikel „Mein Hochzeitskleid aus Spreewaldhand“ geschrieben habe und den man in der Januar 2107-Ausgabe des „Urlaubsreich-aktiv-Magazins“ findet und auf dem Portal.

 

Traumhochzeit – ist das etwas wovon man nur träumt?

Nein geträumt hab ich das nicht. Aber was heißt dann Traumhochzeit? Ich kann es im Moment gar nicht erklären, nur nachempfinden, denn ich schwebe mit der Hälfte meiner Emotionen noch immer in den 3 Tagen unseres Festes.

Ich habe nicht gedacht dass es so wird…  wie  –  so?… Na so… so perfekt. Ich benutze dieses Wort selten, aber hier passt es einfach. Es war perfekt!

Ob nur ich das so sehe? Das Feedback unserer Gäste zeigt: Nein! Es kamen von so vielen Seiten, selbst von den sonst größten Kritikern und Meckerern so viele positive Rückmeldungen. Das hätte ich nie erwartet.

 

Ich höre noch die reifere Generation sagen: Na so würden wir das nicht machen…

…nein also, das kann ich mir nicht vorstellen… na ihr müsste es ja wissen…wollt ihr wirklich alles draußen machen? Wollen wir nicht lieber zum Kaffeetrinken und Essen nach drinnen gehen? Wie, Ihr wollt kein Catering? Also so würden wir nicht heiraten…. keine Sitzordnung?… andere Frauen dürfen in weiß kommen?
Von überall her unglaubwürdige Reaktionen. Doch wir waren uns sicher was wir wollen und was nicht. Und doch hatte ich Angst dass im Nachhinein jemand von diesen Zweiflern sagen könnte: Siehste?… Hab ich doch gesagt…!

Aber nix. Kein negatives Wort, kein Missfallens-Ausdruck, keine Kritik. Ich glaub es immer noch nicht.

 

Hauptsache unkonventionell und anders

Aber zurück zum Anfang und zu meinem Empfinden.

Wir feiern 3 Tage, das war der Traum. Ohne große Traditionen und ohne Konventionen, das war der Plan. Wir feiern so, dass man sich wohl fühlt und ohne Regeln für uns und unsere Gäste. Und so wurde es!

Im Internet fand ich einen Text wo all unsere Ideen und Vorstellungen beschrieben standen. Die Überschrift lautete: Heiraten im Boho-Stil. Aha!! Na dann haben wir ja ein Motto und jeder müsste wissen was wir vorhaben. Dass das nicht so ist, merkten wir bei den vielen Rückfragen, die wir trotz ausführlicher Einladungsbroschüre erhielten. Hochzeiten sind wahrscheinlich eher anders bekannt.

 

Einen Tag vorher noch schnell Traditionen brechen

Am Tag vor der Hochzeit halte ich endlich mein maßgeschneidertes Brautkleid in den Händen. Ich zieh es an, zeige es meinem Zukünftigen und heble damit jeglichen Aberglauben für unsere Ehe aus. Er mag es und ich freue mich. Ich will keine Prinzessin sein an unserem Tag. Als mich alle am zweiten Hochzeitstag eine Elfe nennen bin ich zufrieden.

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Brautkleider im Boheme-Stil

Ein Biedermeier-Brautstrauß in weiß mit gelb und rot

 

Der große Tag beginnt und Hauptsache wir bleiben entspannt

Tag Nummer eins beginnt damit, dass wir eine Stunde eher wach werden als der Wecker klingelt und wir genießen die Zeit angekuschelt im Bett. Wäre doch zu schade gewesen, wenn wir diese Nacht zuvor getrennt verbracht hätten. Wir schauen uns an… hihi… jetzt ist es soweit, wovon wir die ganze Zeit geredet haben. Heut dürfen wir´s erleben.

 

Alles – nur keinen Stress

Wir sind entspannt, was sich echt gut anfühlt. Mein Schatz geht eine Runde joggen, ich mach mir in Ruhe eine Avocado Maske und meinen Smoothie und bereite mich darauf vor dass gleich meine Mädels kommen und ich mich in mein Brautoutfit werfe. Ich habe keinen Friseurtermin, keinen Make-up-Stylisten, keinen Zeitstress und nur meine liebsten Menschen um mich. Einer davon ist Johanna, meine Trauzeugin und der andere Leni. Sie hat ihre Kamera dabei, um die schönsten Momente für mich festzuhalten. Sie fotografiert oft Hochzeiten und viele der Bilder die hier zu sehen sind wurden von ihr aufgenommen.

 

Bitte nicht zu viel Tamtam

Bei der Brautfrisur fummeln beide eifrig an mir herum bis alles sitzt, ich krame noch schnell ein Strumpfband aus meiner Geschenkesammlung, weil Schwiegermama meint, das wäre wichtig, damit ich für ihren Sohn begehrenswert bleibe. Soll sie haben, bitteschön! Ist ja wichtig!
Alles andere: blau, alt,neu und geborgt… überlasse ich dem Zufall.

Brautfrisur

Brautfrisur stecken

Strumpfband anziehen

 

Auf gewohnten Wegen zu neuen Ufern

Im Auto zum StandesamtAuf dem Weg zum Standesamt sitzen wir in unserem nicht so wirklich standesmäßig und hochzeitlich hergerichteten Arbeits-Van, obwohl uns Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus und Inhaber der Bäckerei Dreißig KG einen seinen Oldtimer inklusive Fahrer angeboten hat. Welch eine Ehre, doch irgendwie passt das nicht in unseren Zeitplan. Denn wenn wir ankommen, ist noch keiner da außer uns und wir werden die letzten sein, die sich wieder auf den Weg machen. Wir heben uns das für später Mal auf.

 

Vorbereitung ist alles

Die standesamtliche Trauung findet in Vetschau immer Rittersaal des Stadtschlosses statt. Erstens ist er wunderschön und passt mit seinem lichtdurchfluteten Ambiente zu uns und zweitens bin ich in Vetschau geboren und da ist es Ehrensache sich auch dort da Ja-Wort zu geben.

Trauzeigin bringt den Brautstrauß
Wir dekorieren noch schnell um und schieben Stühle und Tische nach unseren Vorstellungen zurecht, denn wir möchten gern unsere Freunde und Familien sehen während wir getraut werden. Ich stelle meine Kamera auf um ja alles für spätere Momente zu sichern. Etwas davon könnt Ihr unten im Video anschauen. Wir verlassen kurz den Rittersaal, stellen fest dass die Ringe noch im Auto sind, was bei einigen Gästen Aufregung auslöst, keine Ahnung warum. Meine süße Trauzeugin Johanna eilt zum zweiten mal los (beim ersten Mal wars der Brautstrauß) aber dann kann´s losgehen.

 

Diesmal ist es anders – ich singe nicht für die Braut – ich bin die Braut

Meine Mama sorgt dafür dass alle Gäste Spalier stehen und dann spazieren wir hinauf in den Rittersaal. Aha… so ist das also wenn man die Hauptperson in so einer Veranstaltung ist. Frau Vogler, die ich schon von vielen Trauungen kenne bei denen ich am Klavier gesessen habe, nimmt die Zeremonie vor und ich bin ganz froh, dass ich schon so viele Hochzeiten erleben durfte und weiß wie der Ablauf ist. Das nimmt eine unbekannte Größe von der Aufgeregtsein-Liste.

Auf dem Weg zum Standesamt
Auf dem Weg zum Standesamt
Auf dem Weg zum Standesamt

 

Und so ein bisschen Medienrummel gibt´s auch

Wir hören zu… schauen uns an… beobachten unsere Gäste… schniefen… sagen ja… tauschen Ringe… lachen… unterschreiben… hören unser Lied und gehen hinter unseren Blumenmädchen als Ehepaar mit Ring am Finger (was wir erst gar nicht wollten) die Treppe herunter. Fotograf Peter Becker macht wunderschöne Fotos für die Lausitzer Rundschau (ein tolles Gefühl dass sich die regionale Presse so für einen interessiert und einen Artikel über unsere Trauung bringen möchte). Sogar der Bürgermeister kommt kurz zum Gratulieren.

Wir sitzen beim Standesamt aneinandergekuschelt
Wir sitzen beim Standesamt aneinandergekuschelt
Wir sitzen beim Standesamt aneinandergekuschelt

 

Wieviel Glück kann man haben?

Dann geht es hinaus in den Schlosspark zu einem kleinen Picknick. Wir haben Stehtische und Gartenstühle aufgestellt, Decken auf die Wiese gelegt und wollen einfach diese zauberhafte Kulisse genießen. Das Wetter bereitet mir Gänsehaut, so schön ist es und so dankbar bin ich, dass der sehnliche Wunsch nach Sonne und Wärme an diesem Wochenende in Erfüllung geht. Seit Wochen beobachte ich meine Wetter-App und die Tatsache, dass sich das für diese Zeit angekündigte Gewitter von Tag zu Tag nach hinten bis nach der Hochzeit verschiebt, macht noch mehr dass ich an Wunder glaube. Wieviel Glück kann man haben?

Bei der TRauung
Nach der standesamtlichen TRauung
Wir kommen als Ehepaar die Treppe runter

 

Wer hat die Hosen an?

Wir schneiden unsere Hochzeittorte an – Meine Mama spricht einen Toast aus und alle sind emotional voll dabei. Auch beim Anschneiden. Wer die Hand oben hat? Die Gäste sind in heller Aufruhr, das ist immer ein Thema, was heiß diskutiert wird. Mmmhh… wir versuchen es nebeneinander, ist nicht so einfach und einmal rutscht mein Finger kurz nach oben. Nun ja, wer bei uns die Hosen an hat, wird glaub ich nicht beim Torte schneiden entschieden, sondern von Situation zu Situation.

Hochzeitstorte anschneiden

Nach der standesamtlichen TRauung Nach der standesamtlichen TRauung

 

Ach komm, so eine kleine Tradition darf sein

Mein Brautstrauß findet am Ende des Nachmittages eine neue Besitzerin, ein paar Traditionen kann man ruhig mitnehmen, denn ich freu mich dass ich eine Hand mehr frei habe und die Fängerin freut sich über das Omen. Jetzt weiß ich auch wie schwer es ist, rücklings so zu werfen dass er genau in die Junggesellinnen-Runde fällt. Schön! Erledigt!

Fotoshooting im Park mit Peter Becker
Fotoshooting im Park mit Peter Becker
Fotoshooting im Park mit Peter Becker

 

Das Feuer des Glücks zu unserem Fest

Feuershow mit Mr-Kerosin -FeuerspuckenAm Abend fahren wir zurück nach Hause und feiern in unserem Garten wo unser tolles Personal schon alles für eine kleine Grillparty vorbereitet hat. Überall stehen Lichtertüten, ein Lagerfeuerchen rundet den Tag gemütlich ab und kurz vor Schluss erleben wir eine Feuershow die uns alle doch recht unerwartet in den Bann zieht. Mr. Kerosin und seine bezaubernde Anna Lena entführen uns in ihre Feuerwelt voll von Mystischem Flair, passend düsterer Musik und anmutiger Bewegung. Alle schauen wie gebannt und die angekündigten 25 Minuten, die am Anfang jeder als lang empfindet, weil man ja jetzt aus Höflichkeit so lange da stehen muss, verfliegen so schnell und machen unseren Innenhof zu unserem ganz eigenen Revier. Ich höre danach überall beeindruckte Gäste. Wie schön, dass alle es auch so empfunden haben wie ich.

 

Traumhochzeit – auch weil man danach noch davon träumt?

Um 1 Uhr liegen wir geschafft im Bett und ich schlafe schlecht, weil die Eindrücke des Tages mich einfach nicht in Ruhe lassen. So viel Schönes, so viel Bewegendes… so viel einfach…

Über die Ausführung der Hochzeitsnacht bewahre ich jetzt mal ganz diskret Stillschweigen. Aber wenn man eine Traumhochzeit hatte, was will man da erzählen 😉

 

Der zweite große Tag beginnt

Am nächsten Morgen sind wir ein wenig antriebsschwach, das gibt sich aber sofort bei den Gedanken an den bevorstehenden Tag und an all das was uns erwartet. Unser Personal klingt am Telefon nicht als hätte es am Vortag 12 Stunden durchgearbeitet und das macht so Lust auf alles was noch zu erledigen ist. Wir fahren nach Hornow zu unserer zweiten Hochzeits-Location und beginnen voller Elan Tische und Stühle zu stellen, zu dekorieren, bauen die Musik Anlage auf, nisten uns im Schloss ein als wäre es nicht nur für diesen einen Tag und es geht alles ganz leicht. Der Himmel ist blau und die Kulisse wächst und wir sind einfach glücklich bei dem was wir da tun. Beim Heiraten.

 

Geschenke müssen nicht immer etwas Gekauftes sein

Ab 12 Uhr kommen die ersten Gäste und bringen ihre Geschenke in die Küche. Unser Wunsch war es, uns Speisen für unser Buffet mitzubringen und in der Einladung die vor 2 Monaten an alle ging befanden sich Blumensamen, die wir gern in Form von blühenden Pflanzen als Tischdeko entgegennehmen wollten. Ihr könnt Euch nicht vorstellen welch eine Vielfalt wir von allem erhielten. Sowohl an Blumen als auch an Speisen.

Ausritt BrautpaarGegen 13 Uhr habe ich ein Hochzeitsgeschenk für meinen Mann arrangiert. Wir schwingen uns für eine halbe Stunde in den Sattel von 2 Pferden die uns der Reiterhof Kneffel aus Reuthen zur Verfügung stellt, reiten durch den angrenzenden Wald und genießen diese Augenblicke inmitten unseres Hochzeitstrubels nur für uns. Ich hatte etwas Bammel, dass es in Stress ausarten könnte, weil zu viele Programmpunkte an so einem Tag auch anstrengend sein können. Aber es ist genau so entspannt und locker wie ich es mir ausgedacht hatte. Es tut einfach gut, nach den Vorbereitungen etwas für sich zu sein und miteinander zu reden. Alles ist erledigt, gleich werden wir in unsere freie Trauzeremonie gehen und dann feiern.

 

Ein bisschen Romantik darf schon sein

Mein Papi geleitet mich ganz romantisch über die große Wiese zu unserem Lieblingswalzer „Künstlerleben“ hin zur Tanzfläche, wo alles für die Zeremonie vorbereitet ist. Die freie Trauung ist eine superschöne Überraschung. Wir haben Freunde gefragt, ob sie für uns diese Zeremonie übernehmen würden. Denn wer kennt uns besser als Menschen, die einem nah und über Jahre mit uns sind. Sie haben für uns eine so liebevolle und passende Feierstunde kreiert dass wir völlig gerührt sind. Alles ist wunderschön und liebevoll dekoriert.

Papi bringt mich zur TRauungSilvia bringt Walter zur TRauung
Mein Schatz steckt mir den Ring an

 

Wenn Freunde sich trauen Freunde zu trauen

Heike und Silvia, Jugendfreunde (um ganz genau zu sein Ex-Freundinnen) von meinem Schatz nehmen unsere Vornamen als Ansatz, uns mit Adjektiven zu beschreiben die uns ausmachen, es ist so berührend was sie alles in uns sehen, eine tolle Wertschätzung. Frank Widzgowski, ein befreundeter Musiker und Trauzeuge meines Mannes („meines Mannes“ wie das klingt.. lach .. so schööön) spielt Saxophon und seine Frau Antje moderiert das gesamte Geschehen liebevoll an. Karo erzählt auf witzige und eine ihr ganz eigene charmante Lockerheit unsere Paargeschichte, holt sich von uns noch einmal ein inniges „Ja , ich will“ ab und verbindet uns mit Seelenbändern zu einer Beziehung in Liebe und Freiheit (und beim Schreiben bekomme ich nochmal eine Gänsehaut und mir kommen die Tränen). Matthias liest uns ein Gedicht vor „Liebe ist…“ mit vielen Gedanken zum Vertsändis für die Liebe. Dabei zu spüren wie er seine Ergriffenheit versucht zu unterdrücken lässt mich einfach eine wunderbare Verbundenheit in uns allen spüren.

 

Aus Verbundenheit entstehen Zukunftspläne

Im Nachhinein haben wir die Idee geboren uns als Hochzeitbegleiter anzubieten. Walter, mein Mann als Fotografen, mich als Hochzeitssängerin und Karo als freie Traurednerin für Hochzeiten der besonders lockeren Art. Wir werden sehen was draus wird. Auf jeden Fall hat mich diese Zeremonie emotional so dermaßen erwischt, dass ich danach völlig entspannt, mit ein wenig wackeligen Beinen über die Wiese schwebe und mich an diesem leichten Gefühl und der Gewissheit erfreue was für tolle Freunde wir haben.

 

Wie? – Keine Brautpaarspiele? – Keine witzigen Gäste-Einlagen? – genial

Und jetzt?… ist der größte Teil der Programmpunkte erst mal erledigt und ich frage mich was die Gäste nun erwarten könnten. Wir haben nix vorbereitet außer unseren DJ Heiko Portale zu engagieren dem wir vertrauensvoll die musikalische Umrahmung in die Hände legen und der den ganzen Tag über das Geschehen mit den richtigen Beats und Vibes versorgt, so dass Jung und Alt gleichermaßen akustisch mehr als zufriedenstellend bedient werden.

 

Keine Erwartungen sind so wertvoll

Was soll ich sagen, ich gehe durch die Reihen unserer Gäste und habe das Gefühl, dass alle völlig erwartungsfrei diese Zeit genießen. Es ist einfach nichts zu spüren von Langeweile, Ungeduld oder Anspruch an uns. Die größeren Kinder spielen mit allem was wir zur Verfügung gestellt haben. Hin und wieder seh ich auch Erwachsene am Tischkicker oder am Büchsenwurfstand. Einige Pärchen spielen Karten am Tisch oder knacken die Nüsse unserer Tischdeko. Die Jüngeren tummeln sich bei Astrid und Thomas vom Juks e.V., die sich liebevoll um die kleinen Gäste kümmern. Es gibt keine Gästeeinlagen bei denen wir als Brautpaar irgendwelche Spielchen absolvieren müssen (sehr komisch aber genial). Alle scheinen zufrieden mit dem was und wie es gerade ist. Es ist einfach entspannt und ich bin selig. Ich hab nicht geahnt, dass es so sein könnte.

 

Der Papi hat so viel zu erzählen

Papi spielt MundharmonikaAm frühen Abend hält mein Papi eine Rede für uns, die er wahnsinnig liebevoll und ergreifend vorträgt. Er ist aufgeregt und sehr emotional. Ich überleg bei solchen Einlagen hin und wieder, wie es wohl die anderen Gäste empfinden, die nicht so in unser Leben involviert sind, aber alle finden meinen Papi toll. Seine Worte, seine Art, sie vorzutragen, seine Untermalung mit seiner Mundharmonika und seinem Lieblingslied für mich. Mit diesem Lied hat er mir das erste Mal bewusst zu verstehen gegeben dass er mich versteht. Ich erinnere mich und mir kommen die Tränen.

 

Hauptsache nah beieinander sein

Dann folgt der Hochzeitstanz. Mein Schatz versucht in seiner kleinen Rede, die er nach meinem Papi hält, diesen Akt etwas hinaus zu zögern, aber es nutzt nix. Jetzt muss er ran. Ich habe extra ein langsames Lied rausgesucht, damit wir nur von einem Bein auf das andere schwingen müssen, denn mein Ehemann beherrscht bisher keine vorführbaren Tänze. Macht nix, Hauptsache wir sind uns nah. Danach tanze ich mit meinem Papi zu „Wiener Blut“ und hatte leider nicht bedacht dass ja auch mein Schatz diesen elend langen Walzer mit meiner Mami durchstehen muss. Er hat mir verziehen. Das Video dazu ist echt lustig.

Hochzeitstanz
Hochzeitstanz
Hochzeitstanz

 

Und jetzt – einfach feiern – nicht nur unsere Hochzeit, sondern das Leben

Der Abend nimmt so unbeschwert und positiv energiegeladen seinen Lauf wie die gesamte Zeit davor und ich seh überall gut gelaunte zufriedene Menschen… Freunde… Familie… Leute die wir auf der Herzensebene zu diesem Tag eingeladen haben und es fühlt sich so gelungen an, weil alle es anzunehmen scheinen wie wir das Leben und die Liebe feiern wollen.

Wir tanzen, reden, spielen, alle außer mir erkunden mehr als gewollt das Buffet welches stündlich wechselt, unser Personal, vor allem Chef Andy Scheffel, sorgt dafür dass alles verfügbar ist und unsere Gäste lieben ihn für seine herzliche und dennoch professionelle Art.

 

UNser Zauberer zaubert
Da ist Magie – in allem was wir hier erleben

Um 22.00 Uhr überrascht uns Bizarr Magier Frank von Kneten mit einer Zaubershow, bei der er uns mit seiner unterhaltsamen Art und seinem Wissensschatz und natürlich seinen ausgeklügelten Tricks in das Ende unseres zweiten Hochzeitstages zaubert. Es bedarf keiner Verlängerung des Abends. Wir nutzten die Stimmung, um satt und selig dem Ende dieses Tages entgegen zu gehen, den wir in jedem Augenblick bewusst und voller Freude erlebt haben.

 

Wunderbares Feedback

Unsere Gästen sind dankbar, dass sie dabei sein durften, dass wir dieses Fest so frei und ungezwungen für alle gestaltet haben, sie sind voller Anerkennung über das was sie heute mit uns erlebt haben und wie sehr sie es genossen haben. Alle Rückmeldungen spiegeln das wieder was wir mit dieser, unserer Art zu feiern angedacht hatten und plötzlich weiße ich, es hat funktioniert. Es ist genauso angekommen und wurde genauso angenommen wie wir es uns gewünscht hatten. Wie könnte es besser sein?.. Kann es nicht!

 

Eine Traumhochzeit – nicht nur für mich

Eine liebe Freundin schrieb mir im Nachhinein:

Es war so schön! So frei, so losgelöst und so echt. Ich hab es so genossen, mich pudelwohl gefühlt und bin einfach glücklich, dass es so für euch war, was für ein riesen Geschenk eine solche Hochzeit zu genießen und natürlich auch für mich, dass ich so hautnah dabei war. Die Stimmung wurde von den Menschen getragen, energetisch hat´s gepasst und irgendwie war es maskenlos. Wie in einer anderen Welt…war super schön….

🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻

 

Ein Gefühl wie das Leben

Ich fühle mich durch den Verlauf, durch das Gefühl was uns die ganze Zeit begleitet hat, dass alles so war wie wir es uns gewünscht haben aber auch durch alles was wir gesagt bekommen haben so belohnt und bestätigt…einfach wunderbar…

Der Moment in dem wir ja gesagt haben war für uns persönlich etwas Großes… Diesen Schritt mit einem Fest zu umrahmen und drei Tage lang mit liebevollen Menschen zu feiern war unser Wunsch, der sich in einer Art erfüllt hat die man gar nicht beschreiben kann. Mir scheint wir hatten eine Traumhochzeit… lach… In mir klingt so viel Schönes nach und ich denke, es war nicht nur ein Hoch-Zeit-s -Fest für Walter und mich sondern ein Fest auf das Leben, auf die Liebe und auf all die Menschen die mit uns gefeiert haben. Die in Gedanken bei uns waren, die uns unser Glück von Herzen gönnen, uns ihre lieben Wünsche geschickt haben und die uns mit ihrer Arbeit und Energie bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung unterstützt haben. Es ist alles so und noch viel schöner geworden als wir es uns vorgestellt hatten. Dafür sind wir so dankbar.

 

Meine Dankbarkeit hat keine Grenzen

Danke dass wir gesund sind und alles so klar erleben konnten, die Momente sind nicht an uns vorbei gerauscht, wir haben sie wirklich ganz bewusst erlebt und für uns genossen. Tausend Dank dass das Wetter unsere Vorstellung von einem Fest unter freiem Himmel bis in die Nacht hinein möglich gemacht hat! Vielen Dank dass alle Gäste unser Angebot auf unsere Art zu feiern so wohlwollend angenommen haben und eine Atmosphäre geschaffen haben die so entspannt und harmonisch war, dass ich es manchmal kaum glauben konnte.

Ich hab so viel geweint vor Glück und Rührung. Wenn einem bewusst wird, wie reich wir sind an Gefühlen in uns und füreinander, an Möglichkeiten die eigene Welt und das eigene Umfeld zu gestalten, an Freunden… Ich kann nur sagen ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir alle miteinander unsere Hochzeit zu so einem wundervollen und für uns einzigartigen Erlebnis gemacht haben. Eine Traumhochzeit halt…

 

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4 Comments
  1. Antworten

    Walter Schönenbröcher

    16. Februar 2017

    Ich bin stolz auf dich, mein Schatz!
    Nichts könnte unsere Hochzeit besser beschreiben als dieser Beitrag.

    <3

    • Antworten

      Clara

      16. Februar 2017

      Daaanke mein Schatz. Freu mich total über Deinen Kommentar 🙂 . Ich versinke so gern nochmal in den Erinnerungen!! <3

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Kathrin Clara Jantke
Cottbus

Ich bin Clara... und ich werde Clara.... Clara als Mensch, als Musikerin und Fotografin, denn ich bin auf dem Weg zu mir selbst. Was mir auf diesem Weg begegnet, was mein Leben bewegt und wie ich die Welt sehe, das erfahrt Ihr hier in diesem Blog. Ausserdem möchte ich sichtbar und hörbar werden, mit meiner Musik, mit meinen Fotos, daher nehme ich Euch mit auf die Reise, es gibt so viel gemeinsam zu erleben und auszutauschen.

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In der Rubrik "Clara werden" findet Ihr chronologisch alle Beiträge (neueste zuerst), die ich jeh in diesem Blog veröffentlicht habe. Wenn Ihr dort lest könnt ihr nichts verpassen.

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